Stationäre Versorgung

Qualitäts-Indikatoren für die Krankenhaus-Planung: Zweiter Bericht veröffentlicht

Dezember 2019

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat nun zum zweiten Mal Ergebnisse zu den Qualitätsindikatoren für die Krankenhausplanung veröffentlicht. Ausgewertet wurden dabei wiederum elf Qualitätsindikatoren, die das typische Spektrum einer Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe abbilden. Ein wichtiges Ergebnis: Einige Krankenhäuser setzen Verbesserungsmaßnahmen um.

Erste positive Wirkungen

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die statistisch signifikant auffälligen Krankenhausstandorte etwas verringert - von 161 im Jahr 2017 auf 105 im Jahr 2018 etwas verringert. Analog dazu ist auch die Anzahl der Krankenhausstandorte, bei denen mindestens ein Qualitätsindikator mit „unzureichender Qualität“ bewertet wurde, etwas zurückgegangen. Im Jahr 2017 traf dies auf 71, im Erfassungsjahr 2018 auf 62 Krankenhausstandorte zu. Hervorzuheben ist dabei, dass es acht Krankenhausstandorte gibt, bei denen die Qualitätsindikatoren sowohl im Jahr 2017 als auch im Jahr 2018 mit unzureichend bewertet wurden. Bei fünf davon ergab sich dieses Ergebnis nicht nur im gleichen Bereich - der Mammachirurgie -, sondern sogar für den gleichen Qualitätsindikator erneut.

Dennoch zeigt hier das Verfahren der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren erste positive Wirkung: Zwei der fünf Krankenhausstandorte, bei denen das gleiche Qualitätsergebnis erneut als unzureichend bewertet wurde, gaben an, dass sie intern Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet hätten. Und beide Krankenhäuser berichten, dass sie ab dem 2. bzw. 3 Quartal 2018 ihr Verfahren entsprechend der medizinischen Empfehlungen (S3-Leitlinie) umgestellt hätten.

Der untenstehenden Tabelle können Interessierte entnehmen, bei welchem Krankenhaus ein Ergebnis mit unzureichender Qualität bewertet wurde. Die detaillierteren Ergebnisse sind auf der Website des G-BA veröffentlicht.

Bericht noch transparenter

In der März-Ausgabe 2017 berichteten wir darüber, dass erstmals eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung der Bundesländer möglich sein wird. In der Dezember-Ausgabe 2018 stellten wir den Prüfprozess sowie die ersten Ergebnisse für das Jahr 2017 dar. Nachdem diese ersten veröffentlichten Ergebnisse in der Presse kontrovers diskutiert wurden, wurde das IQTIG beauftragt, die Bewertung zu überprüfen – Fazit: Die Ergebnisse sind zutreffend (wir berichteten in der August-Ausgabe dieses Jahres). Der aktuelle Bericht für die Ergebnisse des Jahres 2018 wurde aufgrund der damaligen Kritik aber dennoch ergänzt und ist nun noch transparenter. So wurde etwa eine neue Spalte eingefügt, die die fachliche Begründung enthält, warum die Bewertung mit „unzureichender Qualität“ erfolgte.

Krankenhäuser mit unzureichender Qualität der Bereiche Geburtshilfe, Mammachirurgie oder gynäkologische Operationen im Jahr 2018