Institutionen im Gesundheitswesen

Gesundheitsforschung mit Tradition: das Robert Koch-Institut

Juni 2020

Seit seiner Gründung im Jahr 1891 forscht das Robert Koch-Institut (RKI) im Bereich Gesundheit und ist damit eine der ältesten biomedizinischen Forschungseinrichtungen weltweit. Heute bringt es seine Expertise bei internationalen Gesundheitskrisen ein – und spielt seit März dieses Jahres eine zentrale Rolle in der Corona-Pandemie.

Gegründet als „Königlich Preußisches Institut für Infektionskrankheiten“ mit Sitz in der Schumannstraße in Berlin-Mitte wurde das Institut 1912 umbenannt - nach seinem ersten Direktor Robert Koch, der das Institut bis 1904 leitete. Damals wie heute ist die Forschung eine wesentliche Grundlage der Arbeit des RKI. Im letzten Jahrzehnt sind diverse Aufgaben hinzugekommen wie der Ausbau digitaler Epidemiologie, die Vernetzung von Public-Health-Akteuren und die verstärkte Übernahme von Verantwortung auf internationaler Ebene. Entsprechend verrät das Leitbild: Das Robert Koch-Institut sieht sich als „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Weiter heißt es: „Unser Ziel ist es, die Bevöl­ke­rung vor Krank­heiten zu schützen und ihren Gesundheits­zu­stand zu verbessern. Daran arbeiten und forschen im RKI jeden Tag gemein­sam 1.100 Menschen aus 90 verschiedenen Berufen.“

Blick in ein Forschungslabor

Blick in ein Forschungslabor. Bildquelle: Robert Koch-Institut

Viele Gesundheitskrisen, in denen die Expertise des RKI gefragt ist, spielen sich außerhalb Europas ab, beispielsweise regionale Ausbrüche von Ebola. Seit dem Frühjahr 2020 ist das RKI jedoch besonders in Deutschland gefordert: Es erfasst kontinuierlich die aktuelle COVID-19-Lage, schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein und stellt Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit zur Verfügung. Professor Dr. Lothar H. Wieler, der Leiter des RKI, berichtet regelmäßig auf Pressekonferenzen, zum Teil gemeinsamen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, über die aktuelle Situation der Corona-Pandemie.

Weitere Informationen sind der Website des RKI zu entnehmen. (aml)