Finanzen

GKV-Spitzenverband macht Vorschläge für bessere Krankenhaus-Abrechnungen

Mai 2019

Statt weiterhin nur über Symptome zu diskutieren, will der GKV-Spitzenverband endlich die Ursachen von aufwendigen Abrechnungsprüfungen bei Krankenhäusern angehen. In einem Argumentationspapier macht er konkrete Vorschläge, um künftig die Qualität der Krankenhauabrechnungen zu verbessern.

„Es erfordert Mut, das Abrechnungsverhalten von Krankenhäusern transparent zu machen und diejenigen zu sanktionieren, die falsch abrechnen“, so Johann-Magnus v. Stackelberg, stellv. Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. Wenn Leistungen im Krankenhaus richtig erbracht, dokumentiert und korrekt abgerechnet werden, lasse sich die Rechnungsprüfung auf ein Minimum begrenzen, ist der Vize-Verbandschef sicher.

An einem Konferenztisch voller Unterlagen schütteln zwei Sitzungsteilnehmende sich die Hände.

Um eine notwendige Rechnungsgüte zu erreichen, schlägt der GKV-Spitzenverband in seinem Argumentationspapier z. B. vor, Instrumente zu entwickeln, um klar zwischen falsch und korrekt abrechnenden Häusern zu unterscheiden. Falschabrechnende Kliniken müssten zudem endlich sanktioniert werden. Bisher müssen Krankenhäuser eine fehlerhafte Rechnung lediglich korrigieren; eine finanzielle Strafe gibt es nicht. Notwendig ist außerdem, eine Rechnung verbindlich zu stellen. Heute ändern Krankenhäuser teils beliebig oft ihre Rechnung. Auch den Prüfaufwand bei sogenannten Komplexkodes will der Verband den Aufwand reduzieren. Das Überprüfen der Strukturmerkmale - um solche Kodes überhaupt abzurechnen - soll vorab für das Krankenhaus geklärt werden und nicht zwingend bei jedem einzelnen zu überprüfenden Fall. (ari)

Weitere Hintergrundinformationen sowie das Argumentationspapier finden Sie hier.