Pflegeversicherung

Fachtagung: kultursensible Pflege und interkulturelle Öffnung in der Altenpflege

September 2018

Die Pflegeversicherung sichert allen Pflegebedürftigen solidarische Unterstützung zu, damit sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Unter den Pflegebedürftigen befinden sich zunehmend Menschen, die seit Mitte der 1950er-Jahre nach Deutschland eingewandert sind. Dieser Gruppe widmet sich eine Fachtagung des GKV-Spitzenverbandes.

Wie das Statistische Bundesamt vor kurzem mitteilte, hat inzwischen fast jede vierte in Deutschland lebende Person einen Migrationshintergrund. Eine aktuelle, vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Studie zum Pflege- und Unterstützungsbedarf sogenannter vulnerabler Gruppen belegt, dass Menschen mit Migrationshintergrund unter den Nutzenden der Pflegeversicherung unterrepräsentiert sind. Sie nehmen weniger Regelangebote in Anspruch, weil spezifische Barrieren sie hindern und weil es keine auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittenen Angebote gibt.

Eine ältere Dame trinkt einen türkischen Tee

Um belastbare Erkenntnisse über die spezifischen Bedarfe von eingewanderten Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen wie auch über die Wirksamkeit und Angemessenheit kultursensibler Angebote zu erlangen, hat der GKV-Spitzenverband im Rahmen verschiedener Modellprogramme Studien und Projekte finanziert. Drei dieser abgeschlossenen Vorhaben stellen sich auf einer Fachtagung mit ihren Ergebnissen zur Diskussion. Unter dem Titel „Kultursensible Pflege und interkulturelle Öffnung in der Altenpflege“ berichten die Projekte am 8. November 2018 im Haus des GKV-Spitzenverbandes aus ihren Erfahrungen.

Das vollständige Programm der Fachtagung sowie weitere Informationen zu den Modellprogrammen finden Sie hier.